AUSSTELLUNG

KÜNSTLER IM HAUS
Rudi Benétik
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Geboren 1960 in Jaunstein/Podjuna, wo er auch lebt und arbeitet sowie in Trento (Nord-Italien) und inspiriert sich auf ausgedehnten Reisen durch Afrika (Ägypten,Libyen, Sudan) und Asien (Bhutan, Indien, Mongolei, Myanmar, Nepal, Tibet) oderin den letzten Jahren in den USA (New York City). Seine Arbeiten wurde u.a. im Old Main Art Museum, Arizona (1996), in der VisualArts Gallery, New Delhy (2006) und auf der 15. Space Int. Print Biennial, Seoul (2009), ausgestellt. Benétik's Werke finden sich in öffentlichen Sammlungenund Museen, wie z.B.: Privatsammlung FIBO, Collezione FAVA, Albertina, Sammlung Liaunig, Binna Wang Collection, Taller Galeria Fort Cadaques, sowie Collection Electricité de France. 

Ich liebe zufällige Geschehnisse und Positionen auf meinen zarten feingliedrigenund sinnlichen Skulpturen. Der Zufall ist wichtig, aber man muss ihn beherrschen. Bin ein Purist in meinem Schaffen. Am Anfang des Arbeitsprozesses versuche ich stets eine sensible Beziehung zur Materie, dem Material und dem Haptischen in der Plastik aufzubauen. Auch der Unmittelbarkeit in meinen neuesten taufrischen. Skulptur in diesem Raum  schreibe ich immer größeren Stellenwert zu. Sie ist nicht definierbar, denn wen man sie definiert, hat sie sich schon verändert. Ich entdecke täglich neue Möglichkeiten beim Erarbeiten meiner frechen und sehr spontan wirkenden Skulpturen und versuche vor allem das Vibrierende, den Augenblick sowie das Pure in ihnen hervor zu wecken und einzufangen. Die Form in der dargestellten Gesamtkomposition ist dabei "in einem lyrischen Gespräch bei leichtem Wind" festgehalten.

Hermann Josef Paul Falke
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war eindeutscher Maler und Grafiker. Hermann Falke entstammte der sauerländischen Unternehmerfamilie Falke und wurde als drittes Kind des Kaufmanns Paul Friedrich Falke und Josefine Louise in Schmallenberg (1933) geboren. Nach seiner Lehre als Einzelhandelskaufmann im elterlichen Betrieb in Meschede und bei Peek & Cloppenburg in Düsseldorf widmete er sich zunehmend der Malerei. Er studierte anschließend von 1959 bis 1963 an der Staatlichen Werkkunstschule Kassel-Wilhelmshöhe bei Jupp Ernst und Karl Oskar Blase. Anschließend gründete er 1963 in Bad Homburg mit Hilmar Rust eine Werbeagentur und war als freier Künstler tätig. Ab 1975 widmete er sich ausschließlich seiner künstlerischen Tätigkeit und lebte in Schmallenberg in dem heutigen Kunsthaus Alte Mühle die er selbst als Wohnhaus und Atelier umgestaltete. Eine Hinweistafel an dem Gebäude erinnert an den Künstler. Mehrere Reisen, die ihn nachhaltig prägten und in sein künstlerisches Werk einflossen, führten ihn ins europäische Ausland, aber auch nach Kanada, Argentinien, Chile und nach Alaska. 1975 lernte er seine spätere Frau Renate Supantschitsch-Reinwald kennen. 1976 erfolgte die erste Reise hier nach Loibach, das er als neue inspirierende Wahlheimat auserkor. Hier begann er 1982 mit dem Bau des Künstlerhauses und Ateliers, das heute als Falke-Haus bekannt ist und gewissermaßen eine Symbiose von Leben und Werk darstellt. In Loibach verstarb er am 3. Juni 1986. Seit 1988 befindet sich der künstlerische Nachlass Hermann Falkes im Falke-Haus Loibach.

Hermann Falkes Frühwerke dokumentieren mit einer neuen Sachlichkeit eindringlich die stete Bedrohung, den Schmerz und die Trauer im Menschen. In seinem künstlerischen Schaffen fand sowohl die Malerei auf Leinwand, Zink, Aluminium und Holz, Decollagen, Prägedrucke, Radierungen als auch Skulpturen und Objekte vielfältigen Ausdruck. In seinem Spätwerk widmete er sich dann der Aquarelltechnik und griff dabei antike mythologische Themen auf. Gerade diese Werke sind von betörend-heiterer Leichtigkeit. Die von ihm geschaffenen Gestalten gebären sich vielfach als Traumtänzer über dem Abgrund des Lebens.

Helmut Machhammer
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wurde im Jahre 1962 in der Marktgemeinde Kalwang im Liesingtal geboren und besuchte unter anderem von 1976 bis 1980 die HTL Otweinplatz in Graz, wo er unter anderem von Josef Pillhofer unterrichtet wurde. Danach besuchte er bis 1985 die Akademie der bildenden Künste bei Joannis Avramidis. Noch früh in seiner Karriere erhielt er diverse Auszeichnungen, wie unter anderem den Theodor-Körner-Preis im Jahre 1986 oder den Preis der Wiener Handelskammer im Jahre 1989. Noch in den 1980er Jahren zog es den gebürtigen Steirer nach Kärnten, wo er sich im Krastal niederließ. Noch heute lebt und arbeitet Machhammer im Krastal, sowie in St.Margarethen ob Töllerberg bei Völkermarkt, aber auch in der Bundeshauptstadt Wien. Mehrmals trat er als Organisator des Bildhauersymposions Krastal in Erscheinung. Bereits seit 1979 nimmt er an diesem Symposion als aktives Mitglied teil. 

Das vorrangige Thema in seinen Werken ist der Mensch; sein vorrangiger Werkstoff ist Marmor, dabei vor allem der Krastaler Marmor in seiner Wahlheimat Kärnten. In seinen im deutschsprachigen Raum mehrfach ausgestellten und vorhandenen Werken mit dem Titel „Purzeln“ fertigte er dreidimensionale abstrahierte Körper so an, dass sie durch Drehen der Figur immer wieder neue Ansichten und neue Inhalte offenbaren. Dieser interaktive Prozess trägt auch maßgeblich zum Verständnis der Skulptur bei. Dieses Zusammenspiel zwischen Material, Form und Inhalt ist in allen Arbeiten Machhammers ein wichtiger Punkt. Dabei arbeitet er nicht nur mit dem Werkstoff Marmor bzw. Stein, sondern auch mit geschichteten Holzbrettern, sich durch den Raum windenden Metallen oder widmet sich unkonventionelle Eisskultpuren („Fire Cubes“).

Emil Oman
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EMO wurde im Jahr 1957 geboren. Es interessierte ihn zuerst der Sport, aber er erkannte bald, dass er zur Kunst immer größere Beziehung entwickelt. Schon in jungen Jahren entstanden Holzschnitte, Aquarelle und Ölbilder. Mit 14 Jahren wollte er die Kunstschule in Graz besuchen, doch leider konnten ihm seine Eltern das Studium nicht finanzieren. Trotzdem experimentierte er mit Farben, bis er zur Freskentechnik ausbaute. EMO befasst sich in seinen Bildern vornehmlich mit dem Dasein des Menschen von Geburt bis zum Tod. Zum Teil sind seine Bilder auch mit religiösen Motiven versehen, im Mittelpunkt steht aber immer der Mensch in Form von Masken, Mund und Augen.EMO widmet sich nicht nur der Malerei sondern schafft auch Skulpturen, Brunnen und Bildstöcke, die im Jauntal zu bewundern sind.

 

Der Schrei ist sichtbar, der Ton nicht für jeden hörbar!

Der Schmerz ist vorhanden,

die Zeit begrenzt! Es geht nur um die Zeit!

Franc Zupet-Krištof
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wurde 1939 als Sohn des Organisten Horjul Alojzija und Ana Zupet geboren. Er besuchte das klassische Gymnasium in Ljubljana. 1958 schrieb er sich an der Fakultät für Bauingenieurwesen und 1960 an der Kunstgeschichte der Philosophischen Fakultät ein. (Welche er nur ein Semester besuchte.). Danach studierte er acht Semestern an der Akademie der Künste in Ljubljana. Nachdem 1963 bei ihm Schizophrenie diagnostiziert wurdewar er mit Unterbrechungen bis 1978 in der psychiatrischen Klinik Polje bei Ljubljana in Behandlung. Als Maler arbeitet er in einem freien Beruf. Seit 1987 lebt er den Status eines unabhängigen Kulturarbeiters und hat Studienreisen nach Wien, Paris, Florenz und Rom gemacht. Seit 1976 ist er Mitglied der DLUS. 1985 erhielt er den Župančič-Preis für künstlerische Leistungen. Seit 1960 signiert er seine Werke konsequent mit dem Künstler-Namen Krištof, den er vom Schriftsteller I. Mrak. Erhalten hat.

Der Name drückt Seine Haltung gegenüber der Kunst, großen Vorbildern und grundlegenden Fragen des Lebens schriftlich aus. Kurze Artikel veröffentlicht bei Tribuna, Tretji dan, Likovne besede und die Revija 2000 geben Einblicke und Reflexionen zu großen Themen. Das prominenteste ist das autobiographische Zeugnis und Gedenkzeugnis von I. Mraku in KMD (1988) und in dem Buch Sonnenblumen für Ivan.

Zupet malt überwiegend mit Holzkohle, Öl, Aquarell und Pastell, seit 1985 auch in der Technik der Fresko-Buono. Das Hauptthema seiner Arbeiten ist das Porträt. Es gibt viele Porträts von Bekannten, Hausangestellten, Freunden, vor allem Kultur- und öffentlichen Angestellten. Er malte einige Landschaften, Blumenstills und größere Kompositionen mit religiösem Inhalt. Sein erstes Fresko machte er 1985 für das Zeichen von St. Cyril und Method am Wasserfall bei Vipava. In den Jahren 1987-1989 malte er 14 Freskos in der-Buono-Techniken in den 14 Kapellen der Kreuzung auf Gradišče bei Vipava.